Affiliate Marketing ist ein riesiges Geschäft. In Deutschland werden in der Branche pro Jahr über 8 Milliarden Euro umgesetzt und jedes Jahr gibt es ein Wachstum von etwa 10%. Man kann also mit Affiliate Marketing Geld verdienen.

Vor allem Online Marketing Einsteiger interessieren sich sehr für das Modell, da die Einstiegshürden niedrig sind. Um die ersten Euros zu verdienen braucht man kaum ein Startkapital oder ein tiefgehendes Knowhow. Aber auch große Unternehmen sind als Affiliates tätig und verdienen auf diesem Wege gutes Geld.

Hier werden Sie alles über das Themengebiet erfahren, umfangreiche Einblicke gewinnen und nützliche Tipps für Einsteiger finden. Auf Sie warten interessante Beispiele, praxisbezogene Ratschläge und Hinweise auf alle eventuellen Stolpersteine.

Was ist Affiliate Marketing?

Wer im Affiliate Marketing starten möchte, ist daran interessiert Produktes eines fremden Unternehmens zu verkaufen. Ein Hersteller oder Händler stellt Ihnen einen Affiliate Link zur Verfügung und immer, wenn jemand über diesen ein Produkt kauft, werden Sie dafür mit einer Verkaufsprovision entlohnt.

Affiliate Marketer sind als Verkäufer aktiv und werden erfolgsbezogen dafür entlohnt. Im Gegensatz zu Verkäufern die offline aktiv sind, hat man im Affiliate Marketing jedoch entscheidende Vorteile:

  • Der gesamte Prozess kann automatisiert werden
  • Man muss keinen persönlichen Kontakt zum Kunden haben
  • Das Geschäft ist beliebig skalierbar
  • Der Affiliate Marketer kann viele unterschiedliche Produkte anbieten

Das Affiliate Marketing Dreieck

Das Affiliate Marketing Dreieck

Es sind stets drei Parteien in ein Geschäft beim Affiliate Marketing involviert.

  1. Der Kunde
  2. Der Affiliate
  3. Der Händler

Der Kunde wird von dem Affiliate auf das Angebot eines Händlers aufmerksam gemacht. Er kauft eine Ware oder Dienstleistung und bezahlt den Kaufpreis, der an den Händler geht. Dieser leitet die Verkaufsprovision an den Affiliate weiter. An dieser Stelle ist die Arbeit des Affiliates erledigt.

Der Versand der Ware, das Schicken der Rechnung, das Abwickeln von Retouren und der Kundendienst ist Aufgabe des Händlers.

Eine Win-Win-Win Situation

Wenn Händler und Affiliate seriös arbeiten, entsteht eine vorteilhafte Situation für alle drei Beteiligten.

Die Sicht des Kunden

Dem Kunden werden zusätzliche Informationen geboten, die der Händler typischerweise nicht bietet. Bei einem Produkt kann das beispielsweise ein umfangreiches Video, oder ein direkter Vergleich zu einem Konkurrenzprodukt sein. Auch Tipps zur richtigen Handhabung und eine Vorschau in ein digitales Produkt sind weitverbreitet.

Die Affiliateprovision wird in aller Regel nicht auf den ursprünglichen Preis addiert, sondern reduziert die Marge des Händlers. Somit bekommt der Kunde einen Mehrwert, ohne dafür zahlen zu müssen.

Die Sicht des Händlers

Für Händler sind Affiliates attraktive Partner. Alle durch sie entstehenden Kosten sind variabel. Sie müssen also nur dann bezahlt werden, wenn sie auch tatsächlich Umsatz generieren. Die Kosten dafür werden im Vorfeld genau festgehalten, sodass der Händler in jedem Fall nicht nur mehr Umsatz, sondern auch mehr Gewinn erzielt.

Darüber hinaus erhält der Händler bei einer Bestellung die Kontaktdaten des Kunden und bekommt oft die Möglichkeit diesen in Zukunft zu weiteren Einkäufen anzuregen.

Affiliates tragen zudem oft dazu bei, dass die Marke des Händlers gestärkt wird. Sie machen Werbung für das Produkt, testen es umfangreich und bedienen oft Plattformen, die ein Händler nicht bespielt.

Die Sicht des Affiliates

Ein Affiliate gewinnt den Zugang zu einem Kunden, was im Onlinemarketing sehr wertvoll ist. Er hat jedoch keine eigenen Produkte und kann somit ohne den Händler keinen Profit aus diesem Zugang schlagen.

Da er für mehrere Händler gleichzeitig tätig sein kann, kann er seinen Kunden stets ein maßgeschneidertes Produkt anbieten. Ist die Transaktion abgeschlossen, muss er sich um nichts weiter kümmern und erhält seine Provision.

Als Affiliate hat man oft nur geringe Fixkosten. Der Erfolg hängt maßgeblich davon ab, wie viele Menschen man erreichen kann und wie kauffreudig diese auf das Angebot des Händlers reagieren.

Das Geschäftsmodell eignet sich hervorragend um erste Erfahrungen im Onlinemarketing zu machen, es gibt aber auch Affiliates, die siebenstelligen Umsatz im Monat erzielen.

Affiliate Marketing Beispiele – Die gängigsten Kanäle und Vorgehenswesen

Affiliate Marketing Infografik

Damit Sie ein Gespür dafür entwickeln, wie häufig man im Internet auf Affiliates trifft, möchte ich Ihnen ein paar fiktive und konkrete Beispiele aufzeigen. Ein Affiliate hat die Aufgabe Kunden zu gewinnen und das ist auf vielerlei Wegen im Internet möglich.

Affiliate Marketing Beispiel 1: Preisvergleich

Viele Kunden wissen bereits, welches Produkt sie kaufen möchten. Online suchen sie nach dem besten Preis, beispielsweise für eine Nintendo Switch. Viele Händler behaupten, dass sie einen guten Preis anbieten, doch der Kunde müsste alle Händler einzeln miteinander vergleichen, um Gewissheit zu haben.

Dies ist eine typische Aufgabe für einen Affiliate, der eine Website mit einem Preisvergleich anbietet. Ein Beispiel dafür ist billiger.de. Hier tippt man den Namen des Produktes ein und es werden zahlreiche Händler angezeigt, die dieses Produkt im Angebot haben. Der Kunde kann sich nun den preiswertesten herauspicken. Gibt er im Anschluss eine Bestellung über den Affiliate Link auf, hat billiger.de eine Provision verdient.

Affiliate Marketing Beispiel 2: Testseite

Viele Kunden sind sich noch nicht sicher, welches Produkt sie kaufen wollen und informieren sich über das Angebot. Wenn der Frühling langsam vor der Türe steht, beginnt beispielsweise die Saison der Gartenarbeit. Viele Menschen interessieren sich dann dafür, welche Gartenharke die beste ist und wie ein spezielles Modell im Vergleich zu einem anderen abschneidet.

Als Affiliate hat man hier die Möglichkeit verschiedene Gartenharken vorzustellen, sie zu testen und miteinander zu vergleichen. Häufig wird danach ein Testsieger gekürt, der über einen Affiliate Link erworben werden kann.

Solche Testseiten gibt es in jeder Branche. Falls Sie Interesse haben ein Beispiel zu sehen, finden Sie hier eine Website die Körperfettwagen testet.
Affiliate Marketing Beispiel 3: YouTube Produktvorstellungen

Auf YouTube gibt es zahlreiche Affiliate, die sich unterschiedlichen Themen widmen. Vor allem erklärungsbedürftige Produkte werden hier vorgestellt und genauer unter die Lupe genommen. Es werden die Vor- und Nachteile aufgezählt, man kann das Produkt im Einsatz beobachten und bekommt einige Hintergrundinformationen.

Falls der potentielle Kunde im Anschluss an einem Kauf interessiert ist, findet er in der Videobeschreibung einen Affiliate Link.

Affiliate Marketing Beispiel 4: Facebook Gruppen

Auf Facebook gibt es zahlreiche Gruppen, die sich nahezu jedem dankbaren Thema widmen. Einige Affiliates sind Gründer oder Mitglieder dieser Gruppen. Interessant sind beispielsweise Gruppen, die sich um das Thema Abnehmen drehen. Hier kann man den Mitgliedern Abnehmkurse, Kochbücher und Fitness-Produkte verschiedener Händler empfehlen und auf diese Weise eine Provision verdienen.

Affiliate Marketing Beispiel 5: Ratgeber

Viele potentielle Kunden haben ein Problem und sind auf der Suche nach einer Lösung. Sie wissen aber nicht, welche Produkte und Dienstleistungen ihnen helfen können. Oft googeln sie nach Lösungswegen, fragen in Foren, oder auf Frage & Antwort Portalen.

Fühlt sich jemand niedergeschlagen und antriebslos, findet er im Internet zahlreiche Ratgeber, die nützliche Ratschläge bereithalten. Sie erreichen auf diesem Wege eine perfekte Zielgruppe um Produkte zu empfehlen, die bei der Beseitigung des Problems helfen.

Ein gutes Beispiel finden Sie in diesem Ratgeber zum Thema Antriebslosigkeit.

Wie viel Provision verdient ein Affiliate?

Je mehr guter Traffic, desto mehr verdient ein Affiliate

Die meisten Affiliates auf der Welt verdienen geringe Beträge im Monat und generieren hin und wieder einen Verkauf. Es gibt aber auch einige Affiliates, die beträchtliche Summen im Monat einnehmen.

Wie viel pro Verkauf an Provision gezahlt wird, ist sehr unterschiedlich und hängt von den Herstellungskosten und dem Preis eines Produktes ab. Die Marge schwankt üblicherweise von Branche zu Branche erheblich.

Viele Affiliates leiten ihre Interessenten zu Amazon weiter. Der Marktplatz genießt großes Vertrauen und hier findet man schnell sehr viele passende Produkte. Auf Elektronik bekommt man hier eine Verkaufsprovision von 1% – 7% des Verkaufspreises, für Drogerieartikel gibt es 7%, auf Bücher 5% und auf Kleidung teilweise über 10%.

Affiliates, die digitale Produkte bewerben, bekommen üblicherweise eine deutlich höhere Provision. Das liegt daran, dass die Kosten pro verkauftem Produkt sehr gering sind und der Händler oft sogar Gewinn erzielt, wenn er 80% und mehr an den Affiliate weiterleitet.

Besonders hoch sind die Affiliate Provisionen meist, wenn Produkte oder Dienstleistungen vertrieben werden, die wiederkehrende Umsätze bescheren. Ein Beispiel dafür ist die Vermittlung von Abonnements. Wenn der Kunde sich verpflichtet monatlich 50€ zu bezahlen und das durchschnittlich zwei Jahre lang tut, hat der Händler in diesem Moment 1.200€ Umsatz generiert und kann den Affiliate entsprechend vergüten.

Die verschiedenen Vergütungsmodelle des Affiliate Marketings

Prinzipiell herrscht Vertragsfreiheit zwischen Affiliate und Händler. Somit kann frei über die Form der Vergütung verhandelt werden. In der Praxis gibt es jedoch drei Vergütungsmodelle, die angewendet werden.

Pay per Sale Affiliate Provision

Pay per Sale (PPS) ist das gängigsten Vergütungsmodell im Affiliate Marketing. Hier bekommt der Affiliate dann eine Provision, wenn der Kunde einen Einkauf tätigt und Geld fließt. Er erhält einen prozentualen oder absoluten Anteil am Umsatz, beispielsweise 10% oder 10€.
Das Modell ist deshalb so beliebt, weil Umsätze nur schwer zu fälschen sind und es am häufigsten ein faires Verhältnis darstellt.

Pay per Lead Affiliate Provision

Pay per Lead (PPL) ist in einigen Branchen gängige Praxis. Hier wird der Affiliate dafür bezahlt, dass er einen Interessenten an einen Händler oder Dienstleister weiterleitet. Das wird vor allem dann gerne gemacht, wenn der Affiliate keine Möglichkeit hat die tatsächlichen Umsätze zu überprüfen. Vermittelt er beispielsweise potentielle Kunden an einen Schlüsseldienst, der vor Ort Bargeld kassiert, ist es transparenter ihn für jeden Anruf zu entlohnen.

Pay per Click Affiliate Provision

Hin und wieder kommt es auch vor, dass ein Affiliate für jeden Klick auf seinen Affiliate Link bezahlt (PPC) wird. Sinnvoll ist das Modell, da der Affiliate genau an dieser Stelle die Kontrolle über den Interessenten verliert. Leitet er ihn beispielsweise auf einen besonders schlechten Onlineshop weiter, wird er dort keinen Umsatz generieren können. Das ist jedoch nicht seine Schuld, sondern die des Händlers. Leitet der Affiliate den Interessenten jedoch an einen besonders guten Onlineshop weiter, kann der Händler in einem PPC Vergütungsmodell bessere Ergebnisse erzielen. Er ist demnach deutlich motivierter de gelieferten Traffic auch tatsächlich in Umsatz zu konvertieren.

Affiliate Marketing starten – die ersten Schritte

Falls Sie Interesse daran haben als Affiliate tätig zu werden, finden Sie nachfolgend eine grobe Übersicht der notwendigen Schritte um starten zu können.

Schritt 1: Die richtige Nische finden

Ein Themengebiet bezeichnet man im Online Marketing als Nische. Als E-Commerce Berater war ich im Laufe meiner Karriere in vielen unterschiedlichen Nischen tätig und habe somit umfangreiche Einblicke gewinnen können.

Die Liste der verfügbaren Nischen ist enorm und jeden Tag entstehen neue Nischen. Nachfolgend werde ich ein paar beliebte Themen nennen, die bei Affiliates sehr beliebt sind, sodass Sie etwas Inspiration finden können:

  • Finanzen
  • Abnehmen
  • Glücksspiel
  • Elektronik
  • Gesundheit
  • Inneneinrichtung
  • Küche
  • Beauty

Jede Nische lässt sich in Unternischen aufteilen. Exemplarisch habe ich das mal für die Nische Finanzen getan:

  • Kreditkarten
  • Baufinanzierungen
  • Kredite
  • Tagesgeldkonten
  • Aktienhandel
  • Daytrading
  • Währungshandel
  • Cryptowährungen

Bei der Wahl der Nische sollte man sich Gedanken darüber machen, welche Zukunft sie hat und wie stark sie bereits von der Konkurrenz besetzt ist. Je kleiner die Nische, desto schwächer die Konkurrenz. Vor allem Anfänger sollten sich zu Beginn nicht mit zu vielen Mitbewerbern messen, sondern Raum für Experimente und Testläufe haben.

Wichtig ist zudem, dass man eine Nische wählt, an der man Interesse hat. Ein langer Atem wird im Affiliate Marketing belohnt und den zeigt man eher dann, wenn man die Nische mag und sich gerne mit ihr auseinandersetzt.

Schritt 2: Eine geeignete Plattform finden

Als Anfänger sollte man sich zu Beginn auf eine Plattform beschränken und diese meistern. Falls Sie also Interesse daran haben selbst eine Website aufzusetzen und dort Inhalte zu veröffentlichen, so haben Sie viel zu lernen und zu tun. Auch das produzieren von YouTube Videos will gelernt sein. Selbiges gilt für die sozialen Netzwerke wie Facebook und Instagram. Sie haben ihre eigenen Regeln.

Entscheiden Sie sich für eine Plattform, auf der ein Interesse für Ihre Nische herrscht. Wenn Sie Beautytipps geben wollen, ist LinkedIn beispielsweise nicht die richtige Wahl und komplizierte Finanzprodukte sollten Sie nicht auf TikTok erklären.

Schritt 3: Inhalte produzieren

Im Affiliate Marketing spielt die Keyword Recherche eine wichtige Rolle

Potentielle Kunden werden auf Sie aufgrund Ihrer Inhalte aufmerksam. Entscheiden Sie zunächst, welche Form diese haben sollen. Wollen Sie Ratgeber, Produkttests, Vergleiche, oder etwas vollkommen anderes anbieten? Werfen Sie hier auch einen Blick auf die Konkurrenz um ein Gefühl dafür zu bekommen, was funktioniert und Besucher anzieht.

Im Anschluss sollten Sie aktiv werden und die ersten Inhalte produzieren. Egal ob es sich dabei um Texte, Videos, oder eine andere Inhaltsform handelt, sollten Sie sich in das Thema einlesen, einige Probeläufe absolvieren und sich bei anderen Affiliates Inspiration holen.

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und Ihre ersten Versuche werden mit Sicherheit Verbesserungspotential haben.

Schritt 4: Interessenten erreichen

Es gibt hunderte Wege potentiellen Kunden Ihre Inhalte zu zeigen. Falls Sie beispielsweise Ratgeber anbieten, ist Suchmaschinenoptimierung ein Weg um gefunden werden zu können. Aber auch Foren, Presseberichte, Gastbeiträge, bezahlte Werbung, Social Media, E-Mail Marketing & Co können ein legitimer Weg zum Erfolg sein.

Wichtig ist nur, dass Sie sich Gedanken darüber machen, wie Sie Interessenten erreichen möchten. Entscheiden Sie sich zunächst für eine Methode. Erfahren Sie alles darüber, werden Sie aktiv und feiern Sie Erfolge. Erst danach lohnt es sich darüber nachzudenken weitere Quellen anzuzapfen.

Springen Sie nicht von einer Methode zur nächsten, sondern beweisen Sie Geduld.

Schritt 5: Die Prozesse optimieren

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit werden nicht alle Faktoren in Ihrem Affiliate Geschäft perfekt sein. Beim Affiliate Marketing gibt es immer etwas zu optimieren.

Insgesamt gibt es als Affiliate vier Prozesse, die Sie ständig verbessern können:

  1. Die Gewinnung von Interessenten
  2. Wie Ihre Inhalte konsumiert werden
  3. Wie viele Menschen auf Ihren Affiliate Link klicken
  4. Die Kaufrate beim Händler

Je mehr Interessenten Ihre Inhalte sehen, desto mehr können Sie um Endeffekt verkaufen. Wenn nur eine Person beispielsweise Ihr Video anschaut, können Sie nicht auf mehr als einen Kunden hoffen. Je größer diese Zahl wird, desto mehr Umsatz können Sie generieren.

Wichtig ist allerdings auch, dass die Interessenten Ihre Inhalte gut finden und vollständig konsumieren. Wer nach kurzer Zeit lieber ein anderes Video schaut, oder eine andere Website besucht, wird Ihnen kein Geschäft bringen.

Ist es potentieller Kunde mit Ihren Inhalten zufrieden, müssen Sie ihn dazu bringen den Affiliate Link zu klicken. Tut er das nicht, können Sie nichts verdienen. Je höher die Rate der Klicker ist, desto mehr potentiellen Umsatz machen Sie.

Der finale Schritt ist der Kauf des Interessenten, doch der findet außerhalb Ihrer Kontrolle beim Händler statt. Dennoch können Sie einen positiven Einfluss haben, indem Sie den Kauf bestmöglich vorbereiten. Wenn der Kunde bereits den Preis kennt, über die Qualität des Produktes informiert ist und weiß, dass es die für ihn beste Wahl ist, werden Sie deutlich häufiger zahlende Kundschaft an den Händler vermitteln. Uninformierte Besucher werden im Gegensatz dazu oft vom Preis abgeschreckt, oder begeben sich anschließend auf die Suche nach einem hochwertigeren Produkt.

So finden Sie passende Händler und Affiliate Programme

Affiliate Marketing ist ohne Händler nicht möglich. Irgendjemand muss die Waren an den Kunden liefern, oder die eingekauften Dienstleistungen durchführen. Als Affiliate sollten Sie darauf achten, mit einem seriösen und konkurrenzfähigen Anbieter zusammenzuarbeiten. Ist das von Ihnen vermittelte Angebot schlecht, wird kaum jemand seine Brieftasche dafür zücken. Haben Sie aber das beste Produkt am Markt zum besten Preis, wird es sich deutlich leichter verkaufen.

Sie sollten sich in Ihrer Nische gut auskennen, sodass Sie schnell herausfinden, welche Produkte und Dienstleistungen wirklich empfehlenswert sind. Nur diese sollten Sie Ihren Interessenten vorschlagen.

Amazon

Ein beliebter Anlaufpunkt für Affiliates ist Amazon. Das liegt vor allem daran, dass der Marktplatz ein großes Vertrauen bei Kunden genießt und man als Affiliate sehr viele Produkte schnell finden und problemlos bewerben kann. Amazon hat in den letzten Jahren jedoch die Affiliate-Konditionen massiv verschlechtert und ist deutlich uninteressanter geworden. Zudem sind viele Produkte auf Amazon aufgrund der hohen Verkaufsgebühren spürbar teurer als bei den Händlern im eigenen Onlineshop.

Affiliate-Plattformen

Ebenfalls interessant sind die großen Affiliate-Plattformen. Hier registrieren sich Händler und Affiliates und werden im Anschluss zusammengeführt. Das hat den Vorteil, dass der Händler kein eigenes Affiliate-System benötigt und die Affiliates mit wenigen Klicks ihre Affiliate Links bekommen.

Die bekanntesten Plattformen sind:

  • Awin
  • Webgains
  • Belboon
  • Adcell
  • FinanceAds
  • Daisycon
  • Commission Junction
  • Tradedoubler

Händler einzeln akquirieren

Händler sehen im Backend, wie viel Traffic ihre Affiliates brachten

In einigen Nischen sind große Händler rar und es ist schwierig gute Affiliate-Angebote zu finden. In einem solchen Fall müssen Sie sich direkt an die Händler wenden. Nicht jeder Händler ist jedoch in der Lage einen Affiliate Link zu generieren und die Verkäufe sauber zu tracken. Die Suche kann aus diesen Gründen mühselig werden.

Findet man jedoch einen passenden Händler, kann man den Affiliate Deal frei aushandeln und häufig eine höhere Provision als über Amazon und die Affiliate-Plattformen erzielen, da niemand weiteres ein Stück vom Kuchen abhaben möchte.

Falls keine Affiliate Infrastruktur beim Händler besteht, kann man diesem eine Vergütung auf PPC-Basis anbieten, die von beiden Seiten gut getrackt werden kann.

Rechtliche Hürden im Affiliate Marketing

Auch als Affiliate gibt es einige rechtliche Fallstricke, die man beachten sollte. Da das Gewerbe viele Einsteiger anzieht und es genau diese sind, die an rechtlichen Hürden scheitern, sollte man das Thema ernst nehmen und sich vorbereiten.

Wenn Sie als Affiliate tätig werden möchten, müssen Sie dazu ein Gewerbe anmelden. Das ist schnell erledigt und kostet etwa 20€. Vereinbaren Sie dazu einfach einen Termin bei Ihrem Gewerbeamt.

Als Gewerbetreibender sind Sie im Anschluss zu einer Buchführung verpflichtet. Am einfachsten und kostengünstigsten funktioniert das mit einem der folgenden digitalen Anbieter:

  • sevDesk
  • Debitoor
  • Candis
  • Lexoffice

Darüber hinaus müssen Sie ein rechtssicheres Impressum, sowie eine Datenschutzerklärung veröffentlichen. Nutzen Sie dazu am besten einen Generator wie den von e-recht24.de. Achten Sie beim Einbinden darauf, dass diese Informationen mit maximal zwei Klicks erreichbar sein müssen.

Immer wieder kommt es vor, dass Einsteiger wegen Urheberrechtsverletzungen abgemahnt werden. Achte also vom ersten Moment an darauf, dass Sie keine geschützten Inhalte verwenden. Besonders häufig passiert das bei Bildern, aber auch Videos und Texte können geschützt sein.

Darüber hinaus ist es sinnvoll die Besucher darauf hinzuweisen, dass Sie Affiliate Marketing betreiben und an den Klicks auf die Affiliate Links Geld verdienst. Somit haben Sie diese als Werbung gekennzeichnet.

Falls Sie eine Newsletter versenden, muss darauf geachtet werden, dass alle Empfänger sich im Vorfeld einverstanden erklärt haben von Ihnen Werbung zu empfangen. In Deutschland ist das Double-Opt-In Verfahren Pflicht.

Affiliate Marketing Kanäle verkaufen

Sehr interessant ist am Affiliate Marketing, dass man die aufgebauten Assets gewinnbringend verkaufen kann. Eine gut funktionierende Affiliate Website kann, genau wie eine Immobilie, für ein Vielfaches der monatlichen Umsätze verkauft werden.

Schaffen Sie es beispielsweise über einen Zeitraum von einem Jahr im Durchschnitt 1.000€ im Monat zu verdienen, so ist Ihre Website – je nach Nische und Aufmachung – zwischen 12.000€ und 36.000€ wert.

Vor allem andere Affiliates sind an dem Kauf interessiert. Sie steigern auf diese Weise ihren monatlichen Cashflow, erzielen eine gute Rendite auf die Investition, schaffen Synergieeffekte und finden Verdienststeigerungspotentiale.

Wer auf diesem Wegen veräußerbare Vermögenswerte schafft, kann diese eines Tages liquidieren und das gewonnene Kapital für neue Projekte einsetzen.

Abschließende Worte zum Affiliate Marketing

Viele der heute großen Internet Unternehmer sind ihre ersten Schritte als Affiliates gegangen. Zahlreiche Händler unterschätzen noch immer die Power, die ein gutes Netzwerk aus Affiliates bietet. Es lohnt sich sehr sich näher mit diesem Thema zu beschäftigen und Erfahrungen zu sammeln.

Besonders interessant ist, dass Sie problemlos nebenberuflich einsteigen und die investierte Zeit selbst einteilen können.

Je kleiner die Nische, mit desto weniger Aufwand können Sie erste Umsätze erzielen. Das Verdienstpotential ist jedoch begrenzt.

Affiliate Marketing FAQ

Hier finden Sie die häufigsten Fragen zu dem Thema. Sollte Ihre Frage nicht erwähnt werden, freue ich mich sehr über eine Zuschrift und werde sie im Anschluss schnellstmöglich aufnehmen.

Frage: Was ist Affiliate Marketing?

Antwort: Als Affiliate vermittelt man potentielle Kunden an einen Händler und erhält dafür eine Vergütung. Man agiert als Tippgeber.

Frage: Wie kann man im Affiliate Marketing starten?

Antwort: Besonders für Einsteiger ist das Geschäftsmodell attraktiv. Man sollte in einer Nische starten, die kaum besetzt und sehr klein ist.

Frage: Wie viel kann man im Affiliate Marketing verdienen?

Antwort: Da das Geschäftsmodell skalierbar ist, sind dem Verdienst keine Grenzen gesetzt. Besonders erfolgreiche Affiliates erzielen siebestellige Umsätze im Monat.

Frage: Wie funktioniert Affiliate Marketing?

Antwort: Der Affiliate leitet einen Kunden über einen Affiliate Link zum Händler. Dort kauft dieser ein. Der Händler bezahlt dem Affiliate dafür eine Provision.

Frage: Ist Affiliate Marketing für Einsteiger und Anfänger geeignet?

Antwort: Ja, Affiliate Marketing ist aufgrund der niedrigen Einstiegshürden ideal für Einsteiger und Anfänger. Wählt man eine sehr kleine Nische aus, ist die Konkurrenz schwach und man kann schnell erste Umsätze generieren. Große Nischen sind jedoch von erfahrenen Profis besetzt.

Frage: Geht es auch ohne Geld/Investition?

Antwort: Wer auf eine eigene Website verzichtet, kann auch vollkommen ohne Investition loslegen. Über Blogger, WordPress & Co können Sie amateurhaft kostenfrei Inhalte verbreiten.

Frage: Funktioniert Affiliate Marketing ohne Website?

Antwort: Ja, auch ohne Website kann man aktiv werden, beispielsweise über Facebook, Instagram, oder YouTube.

Frage: Funktioniret Affiliate Marketing auch über eine App?

Antwort: Ja, viele Apps verdienen auf diese Weise Geld.

Frage: Affiliate Marketing oder Dropshipping?

Antwort: Beide Geschäftsmodelle haben Vor- und Nachteile. Für Einsteiger ist es jedoch sinnvoller zunächst als Affiliate zu starten, da sie nicht für die Preisgestaltung der Produkte zuständig sind und bereits auf optimierte Shops zurückgreifen können.